Baufragen zu Kaminöfen

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Was ist bei dem Einbau von Kaminöfen zu beachten?

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Beim Kauf eines Kaminofens online (Quelle) oder im Baumarkt ist die Installation des Gerätes meist nicht inklusive. Darum entscheiden sich viele Käufer dafür, selbst Hand anzulegen, um Geld zu sparen. Dabei gilt es jedoch einiges zu beachten.
Helfende Hände

[caption id="attachment_260" align="alignleft" width="300"]Kaminstein Kaminstein - Schornstein selbst mauern ![/caption]

Ein Kaminofen ist schwer und kaum selbst zu heben, deswegen sollten für die Installation Helfer bereitstehen. Unterstützung vom Profi ist hingegen nicht immer notwendig, die Investition lohnt sich jedoch für die Kernbohrung, die die Verbindung zum Kamin oder, bei Nichtvorhandensein, zum zusätzlich an der Außenwand angebrachten Rohr herstellt. Auch wasserführende Kaminöfen, die ebenfalls im Internet bestellt werden können, sollten besser von einem Heizungsinstallateur verbaut werden.

Vorschriften beachten
Um die Gefahr einer Kohlenmonoxid-Vergiftung oder eines Hausbrandes zu minimieren, ist es wichtig alle gegeben Vorschriften zu beachten. So muss in allen nach Energiesparverordnung gebauten oder sanierten Häusern ein zusätzlicher Luftanschluss für den Kamin installiert sein. Außerdem sollte der Mindestabstand zu brennbaren Materialien eingehalten werden, sodass zum Beispiel auf Holzfußböden eine nicht brennbare Platte aus Glas, Metall oder Stein unter dem Kaminofen notwendig wird. Auch eine offene Küche ist nicht unbedingt geeignet, da ein Dunstabzug die Abgase des Ofens eher in den Raum als in den Kamin leiten könnte, gleiches gilt für Ventilatoren. Daneben muss besonders beim Einbau älterer Öfen das Bundes-Immissionsschutzgesetz beachtet werden, das eine Obergrenze für den Feinstaubausstoß festlegt, sodass unter Umständen ein zusätzlicher Feinstaubfilter verbaut werden muss. Ausführliche Informationen zu den Vorschriften gibt es hier.

Abnahme durch Schornsteinfeger



[caption id="attachment_270" align="alignright" width="300"]Schornstein aus Edelstahl Schornstein aus Edelstahl[/caption]

In jedem Fall muss eine Abnahme durch den Schornsteinfeger erfolgen. Um nötige Änderungen im Nachhinein zu vermeiden, sollte dieser die Planung und den Einbau von Anfang an betreuen. Er kann außerdem beratend zur Seite stehen, um die ideale Heizleistung zu ermitteln. Doch auch wenn der Schornsteinfeger keine Einwände hat, gibt es einen weiteren möglichen Stolperstein:

Manche Kommunen verlangen Öfen bestimmter Norm oder dass eine Fachfirma den Ofen installiert. Wurde sich nicht an diese Vorgaben gehalten, kann der Betrieb nachträglich untersagt werden. Die mannigfaltigen Vorschriften beachten zu müssen, mag umständlich erscheinen, dient aber der Sicherheit des neuen Ofenbesitzers. Neben den bereits erwähnten Gefahren durch Kohlenmonoxid-Vergiftung und Brand, kann auch die Versicherung im Ernstfall Leistungen verweigern, wenn die ordnungsgemäße Installation nicht nachgewiesen werden kann.




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