Dieser Spruch kommt nicht von ungefähr, denn nur wer in seinem Fach ausgebildet ist und sein Handwerk versteht, der kann die Aufgaben auch richtig erfüllen.

Holzhaus hier in Holzständerbauweise erstellt
Holzhaus hier in Holzständerbauweise erstellt

Handwerk ist vielseitig und bezieht sich nicht nur auf das Bau- und Ausbaugewerbe. Holz, Metall, Bekleidung, Textilien, Leder, Gesundheit, Glas, Papier zählen auch zu den Gewerben, in denen die handwerklichen Fähigkeiten eine große Rolle spielen.

Der Handwerker

Als Handwerker im Sprachgebrauch meinen wir jedoch in erster Linie die Fachleute aus dem Baugewerbe. Elektriker, Heizungsbauer, Maurer, Stuckateur, Gas- und Wasserinstallateur, Maler und Lackierer, Gerüstbauer, Zimmermann oder Dachdecker sind hier gefragt. Bei allen Arbeiten, vom Neubau bis zur Raumgestaltung, kommen sie zum Einsatz. Bauboom und Sanierungsmaßnahmen an Altbauten garantieren dem Bauhandwerk auch in der Zukunft noch einen goldenen Boden. Handwerkliche Berufe stehen bei den Auszubildenden hoch im Kurs, vor allen Dingen Berufserweiterungen oder neue Berufsbilder haben ihren Reiz. Das Thema Erneuerbare Energien und die Energieeffizienz gehen heute mit den unterschiedlichen Handwerksberufen Hand in Hand, denn neue Materialien erfordern auch den richtigen Umgang und dementsprechend die Kenntnis über die jeweilige Beschaffenheit und Wirkung. Deshalb ist Weiterbildung bei den Berufen im Bauhandwerk längst kein Fremdwort mehr.

Vorsicht vor Schein-Handwerkern in der Baubranche

Scheinhandwerker finden sich täglich in der Tageszeitung unter der Rubrik „Nebenbeschäftigung gesucht“. Viele, die renovieren und sanieren wollen, werden von solchen Angeboten angelockt, da sie hier eine enorme Kostenersparnis bei den Entgelten für die Arbeitsleistung vermuten. Leider ist das oft ein Trugschluss und auch noch gefährlich dazu. Denn viele dieser Allroundkünstler, die malern, verputzen, tapezieren und die Elektrik wieder auf Vordermann bringen wollen, haben weder ein Gewerbe angemeldet, noch können sie eine Rechnung schreiben und arbeiten somit schwarz. Sie verstehen auch ihr Handwerk nicht, denn viele sind selbsternannte Handwerker, die im Do-it-yourself-Verfahren gelernt haben und dementsprechend können sie bei Renovierungsmaßnahmen auch nicht die Leistung erbringen, die ein ausgebildeter Handwerker im Baubereich vorzuweisen hat. Die Folge sind Pfusch und doppelte Kosten, denn ein richtiger Handwerker muss dann das Malheur beheben.

Handwerk und Werbung

Oft wird bemängelt, dass Handwerker im Baugewerbe zu wenig Werbung betreiben. Aber man darf nicht vergessen, dass die beste Werbung für den Handwerker die Mundpropaganda ist. Empfehlungen, aufgrund guter Arbeit, sind für Handwerker aus der Baubranche gleichzeitig ein Nachweis über ihre Zuverlässigkeit und die erbrachten Leistungen. Leere Werbeversprechen, wie sie oft in anderen Branchen vorkommen, sind gerade bei den umfangreichen Bauarbeiten ein No Go. Dennoch gibt es auch die andere Seite der Medaille, denn viele Verbraucher, die gerne einen guten Handwerker beauftragen wollen, sind noch nicht vom Lauffeuer der Empfehlung angesteckt worden und wissen nicht so recht, wo sie suchen sollen. Auch Preise und Arbeitskosten von Handwerkern sind meist unbekannt, zum Teil gibt es von Betrieb zu Betrieb sogar beachtliche Unterschiede.
Das Internet bietet auch Handwerkern die besten Möglichkeiten, kostengünstig und dennoch wirksam zu werben. Zumindest eine kleine Webseite sollten Handwerksunternehmen der Baubranche ihren potentiellen Kunden von morgen an die Hand geben. Konkurrenz belebt das Geschäft und gerade in der Baubranche. Mehr Transparenz bei Bauunternehmern wünschen sich viele Bauherren. Denn Bauvorhaben sind teuer und verlangen nach Kompetenz und Zuverlässigkeit. Hier sind Empfehlungen nach wie vor ein sicheres Mittel, um nicht baden zu gehen.