Energiesparen ist das Schlagwort der kommenden Jahrzehnte, denn immer noch sind die Ausgaben für Strom und Heizung sehr hoch.

Unwissenheit in punkto Elektrogeräte ist ein Faktor, der andere sind die Lebensgewohnheiten der Menschen. Es ist zu einer Gewohnheit geworden, das Licht anzulassen, wenn man den Raum verlässt oder den Fernseher auf Standby eingeschaltet zu lassen. Man kann jedoch permanent Energiesparen, wenn man seine Augen und seine Wahrnehmung darauf ausrichtet.

Bild Solaranlage - Foto Photovoltaikanlage
Bild Solaranlage - Foto Photovoltaikanlage

Bei Neuanschaffungen auf Energieeffizienz und Watt-Zahlen achten

Hohe Wattzahlen bedeuten einen hohen Stromverbrauch. Staubsauger arbeiten auch mit geringen Wattzahlen effektiv, da muss es nicht das 2000 Watt Gerät sein. Akkugeräte können mitunter einen erhöhten Stromverbrauch durch den Ladevorgang des Akkus erzeugen. Akkus, die mehr als 10 Stunden am Netz hängen und das mehrmals in der Woche sind keine günstige Alternative zum Kabel. LCD- und Plasmafernseher der neuen Generation sind nicht nur groß, sie haben auch einen hohen Energiebedarf. Sind sie dann noch mit Hifi- und Kinosystemen gekoppelt, kommt noch mehr Strom dazu. Das Gleiche gilt für PCs, Laptops und Monitore, Drucker und andere elektronische Geräte. Überall wird im Haushalt täglich Energie verbraucht, ohne dass wir genau darauf achten.

Spülmaschinen, Kühlschränke, Waschmaschinen, Trockner und neuerdings auch TV-Geräte sind mit einem Energieeffizienzlabel gekennzeichnet, das über den Energieverbrauch Aufschluss gibt. A steht hierbei für eine hohe Energieeffizienz, D bezeichnet einen erhöhten Energiebedarf. Geräte, die mit A+, A++ oder A+++ gekennzeichnet sind, haben einen noch geringeren Energieverbrauch, als es die A Klassifizierung erfordert. Die prozentuale Energieeinsparung wird in der Produktbeschreibung der Geräte meistens mit angegeben und kann variieren. Schon beim Kauf sollte man auf das Label achten.

Vorsicht vor Elektroheizern

Konvektoren oder Heizstrahler, die durch Strom schnelle Wärme liefern, treiben die Stromkosten schlagartig in die Höhe. Die Geräte, die oftmals bis zu 2000 Watt und mehr Leistung versprechen, ziehen den Strom nur so aus der Steckdose. Wer hier den ganzen Tag und das noch mehrmals in der Woche nur einen Raum mit einem solchen Gerät heizt, der darf sich auf mehrere hundert Euros zusätzlich auf der Stromabrechnung freuen.

Licht aus, Spot an

Das Licht brennt Tag und Nacht? Auch das ist ein Fall für die Energieeinsparung. Wer einen Raum verlässt, der sollte auch den Lichtschalter betätigen. Das gilt nicht für das ständige Hin- und Herpendeln zwischen Räumen, hier kann das Einschalten des Lichts nach wenigen Minuten mehr Strom verbrauchen, als das eingeschaltete Licht. Wer aber für länger als 30 Minuten den Raum verlässt, der sollte ausschalten.

Energiesparlampen können durch LED-Lampen ersetzt werden. Auch wenn der Anschaffungspreis höher, als der von Energiesparlampen ist, so zahlt sich die Investition mehrfach aus. LEDs verbrauchen weniger Energie, sie zeigen eine lange Lebensdauer, entwickeln nur eine geringe Wärme und sind problemlos zu entsorgen, da sie kein Quecksilber enthalten. Auch die Lichtqualität ist bedeutend besser.

Auch an die Heizung denken

Heizenergie verschwindet zum Fenster hinaus oder aber die Heizungsanlage ist veraltet und arbeitet mit einem erhöhten Energiebedarf. Der Austausch von alten Heizkesseln gegen neue Brennwerttechnik zahlt sich aus und auch die richtige Dämmung hilft, jede Menge Energie zu sparen. Das Energiesparen beim Heizen ist allerdings eine Maßnahme, die nicht von heute auf morgen realisiert werden kann, da die Auswahl an alternativen und energieeffizienten Heizsystemen heute groß ist und nur durch eine fundierte Beratung kann die richtige Entscheidung getroffen werden. Energiesparen lässt sich langfristig auch durch den Einsatz von Erneuerbaren Energien mit Solaranlagen umsetzen.

Im Kleinen kann der Verbraucher aber seine Heizung selbst herunterdrehen und regulieren, auch Zeitschaltsysteme sind eine Möglichkeit, um kontrollierter und damit effizienter zu heizen. Zu warme Räume sind ohnehin ungesund und im Schlafzimmer braucht es im milden Winter auch keine Heizung, das es sich hier bei geringen Temperaturen einfach besser schläft.