Bei unserem gerade gekauften alten Haus ( Baujahr ca. 1940 ) soll das Dach, bzw. der Dachboden gedämmt werden.

Gutes Video zum Thema wäre das hier:

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Die aktuelle Dämmung in den Zwischenräumen der Sparren, wie hier auf dem Bild zu sehen:

Undichte Folie Dachdämmung

Wurde leider nicht Fachgerecht ausgeführt, die Dämmung ist Nass und an einigen Stellen hat sich durch die Feuchtigkeit schon Schimmel gebildet.

Das Problem ist hier die Folie ( Dampfbremsbahn ) die unter der Dämmung an der Dachschräge angebracht wurde, diese MUß zu 100 Prozent Dicht ausgeführt werden, Überlappung der Folie und Löcher müssen immer mit entsprechendem Klebeband/Dichtband geschlossen werden. An den Ränder – Stöße zur Wand wird mit extra Kleber die Folie ans Mauerwerk verklebt, auch das ist hier wie auf dem Bild zu sehen nicht gegeben:

Hier gut auf dem Bild zu sehen, so sollte eine Folie NICHT aussehen:

Nicht verklebte Folie

Die Folie sollte eigentlich verhindern das warme Luft vom warmen Zimmer nicht bis in die Dachdämmung dringen kann und dort mit der Kalten Luft von Außen Feuchtigkeit bildet, das ist hier bei einer solchen Folie die absolut falsch angebracht worden ist, auf jedenfall nicht der Fall, Feuchtigkeit in der Dämmung und damit Schäden durch Schimmel und Co. sind hier zu 100 %  zu erwarten…

Hier bei dieser „Bauart“ Hilft eigentlich nur das komplette entfernen der alten Dämmung und der Folie und der komplette Neuaufbau – vielleicht mit einer anderen Art von Dämmung ?

Zur Zeit wird Steinwolle oder Glaswolle wie diese hier in der Regel in jedem Haus verbaut:

Zwischensparrendämmung

Wir haben uns aber bei einigen Händler, wie z.B. Bausep.de ( sehr gute Produkte und günstig Preise… ) auch mal Alternativen angeschaut, gerade im Bereich „Bio-Dämmung“ hat die Hanfdämmung ( hier als Dämmmatten ) meiner Meinung nach einige Vorteile zur „normalen“ Dämmung.

  • Staubarm
  • Guter Hitzeschutz im Sommer
  • Guter Kälteschutz im Winter
  • Gut gegen Schimmel und Insekten !
  • Einfacher – leichter Einbau ohne das bekannte „Jucken“…

Der Preis liegt bei etwas 20 – 25 % über dem Preis einer „normalen“ Glas- Steindämmwolle, aber die Vorteile machen das – meiner Meinung nach – wieder gut !

Ein großer Vorteil ist das die Hanfdämmung bei richtigem Einbau in vielen Fällen OHNE entsprechende Folie eingebaut werden kann, Hanf-Dämmplatten haben eine gute Feuchte Regulierung und geben die Feuchtigkeit nach und nach wieder ab.

Bei entsprechender Belüftung des Dachbodens ( was in diesem Altbau gegeben ist ), werden wir wohl die Dachschräge ( im nicht bewohnten Bereich ) OHNE Dämmung ausführen und nur den Dachboden entsprechend mit Hanf dämmen:

Dachboden Dämmen

Dazu wird von Unten im Wohnraum die Deckenverschalung neu gemacht und dann von Oben zwischen den Träger ( aus Stahl ) Hanfdämmplatten bzw. Stopfwolle aus Hanf eingelassen, eine Feuchteregulierungsfolie wollen wir NICHT verbauen ! Da der Bereich über der Hanfdämmung sehr gut Belüftet und damit diffusionsoffen ist!

Das entfernen der alten Dämmung ist im vollen Gange, nachdem sich ein Dachdecker dann den Dachstuhl – Dachbalken angeschaut und sein Ok gegeben hat, wollen wir mit dem Dämmen mit Hanf! beginnen, weitere Infos und Bilder folgen !!!