Das Dach rückt bei der Altbausanierung fast immer in den Mittelpunkt des Interesses, denn gerade hier zeigen sich viele Schwachstellen.

Dach und Dachstuhl - eine Einheit
Dach und Dachstuhl - eine Einheit

Eine Dachsanierung oder Dachreparaturen sind dabei Aufgabe des Fachmanns, der Hausbesitzer sollte diese Arbeiten nicht selbst ausführen.

Viele Dächer, die schon einige Jahrzehnte hinter sich haben, genügen heute den Anforderungen an Wind und Wetter sowie Energieeffizienz nicht mehr. Vom Winde verwehte Ziegel, marode Dachbalken, eine unzureichende Dämmung und Wärmebrücken sind nur einige Beispiele für notwendige Sanierungsmaßnahmen. Eine unsachgemäße Behebung dieser Mängel kann jedoch noch größere Folgeschäden nach sich ziehen. Auch das Risiko für Leib und Leben, das der Heimwerker in luftiger Höhe eingeht, ist nicht zu unterschätzen. Das fängt schon bei der unzureichenden Sicherung an, wenn Gerüste fehlen und mit wackligen Leitern hantiert wird. Zu berücksichtigen ist auch, dass ein Dach, es sei denn, es handelt sich um ein Flachdach, eine Angelegenheit ist, die Standfestigkeit und Standsicherheit erfordert, gerade dann wenn mit Werkzeug und Materialien umgegangen wird. Die richtigen Materialien spielen ebenfalls eine Rolle. Das Fachwissen, das der Dachdecker oder Zimmermann hat, ist bei einem Laien nicht vorhanden und so werden viele Arbeiten zu einer unüberwindlichen Hürde.

Die Dämmung von Sparren und Boden kann der Heimwerker hingegen selbst durchführen, wenn er sich über die effizienten Materialien ausreichend informiert. Soll der Dachboden zum Wohnraum ausgebaut werden, sind die entsprechenden Auflagen hinsichtlich der Energieeffizienz und des Fenstereinbaus zu beachten. Für bestimmte Fensterformen, wie Dachgauben, besteht eine Genehmigungspflicht. Die optimale Raumnutzung erfordert im besten Falle einen Architekten. Elektro- und Heizungsinstallation sind weitere Bereiche des Dachausbaus, die nur von Fachleuten übernommen werden sollten.

Hausbesitzer kennen das Problem mit Bienennestern, Hummeln oder Hornissen unter dem Dach. Hier darf in keinem Fall selbst Hand angelegt werden, denn das kann teuer werden. Zum einen ist es gefährlich, denn die Tierchen könnten aggressiv reagieren und angreifen, zum anderen gibt es hier eindeutige Bestimmungen, die das Entfernen der Nester nur durch den Fachmann erlauben. Den Tieren darf zudem kein Haar gekrümmt werden, denn sie stehen unter Artenschutz. Anlaufstellen für den Hausbesitzer sind hier die städtischen Baubehörden, die einen Ansprechpartner nennen können. (353 Worte)